BRING DAS VELO NACH HAUSE

Ein Boxring, gleißendes weißes Licht,
kämpfende Frauen.

Ausgehend von einer Erzählung des argentinischen Autors Daniel Veronese, beschäftigt sich Exequiel Barreras in seiner Choreografie mit den Themen Aggression und Verletzlichkeit, aber auch Stärke und Schönheit.

Das gleißende Licht lässt immer mehr Menschen erblinden, sie müssten nur wegschauen, doch das fällt schwer angesichts der Kampfes, der von drei bereits erblindeten Frauen ausgetragen wird. Sie kämpfen um einen besonderen Preis, um einen Bräutigam. Es ist ein Ritual, das befolgt werden muss, ein Zwang, der alle Beteiligten erfasst hat.

Die Zuschauer sitzen rund um den Boxring, werden durch Tanz und Gesang unmittelbar hineingezogen in diese rätselhafte Welt des Daniel Veronese, die viele Andeutungen und Anspielungen auf unsere reale Gegenwart zulässt.

Informationen

KÜNSTLERISCHE LEITUNG:
Exequiel Barreras

DRAMATURGIE: Emilio Diaz Abregu


PERFORMANCE: Yannick Badier,
Zaida Ballesteros, Hella Immler,
Emma Skyllbäck,
Tobias Spori

KOSTÜME: Flavia Somalvico


BÜHNE: Flavia Somalvico


LICHT: Emilio Diaz Abregu


PRODUKTIONSLEITUNG: Hella Immler


DAUER: 60 Minuten


PRODUKTION: Uppercut / 2014

Aufführungen

Premiere:
2. März 2014, Grabenhalle St.Gallen

Weitere Vorstellungen:

9. / 12. März 2014, Grabenhalle St.Gallen
2. Mai 2014, Gastspiel des Tanzfest, Grabenhalle
23. Mai 2014, Lokremise St. Gallen

Wiederaufnahme mit einem argentinischen Team:
17. /18. /19. / 20. November 2015, Espacio Callejon, Buenos Aires (ARG)

Medienberichte

Tänzer toben sich im Ring aus
Ein ritueller Kampf auf (…)

St.Galler Tagblatt, 28. Februar 2014

Beeindruckend getanzter Kampf. (…)ein vielschichtiges Tanzstück. (…)grosse Themen, die intelligent wie kritsch auf der Bühne verhandelt werden (...) Die fünf Tänzer beeindrucken in allen Sparten und selbst unter extremen Bedingungen. Das alles ist choreographisch und tänzerisch höchst durchgestaltet...

St.Galler Tagblatt, 5. März 2014

«Wir versuchen den Kampf in neue Bilder zu übersetzen. Wir wollen nicht nur die Brutalität zeigen, sondern gerade auch die Menschlichkeit»

St.Galler Tagblatt, 9. März 2014

Inspirationsquelle für die Spielanlage war das Stück «Ring-side» des Argentiniers Daniel Veronese.

Saiten Kulturmagazin, Mai 2014

Tanz von Bohl bis Lok
radikalisierte Version am Tanzfest (…)

St.Galler Tagblatt, 07. Mai 2014

Unterstützung

Stadt St.Gallen

Kulturförderung Kanton St.Gallen

Migros Kulturprozent

Ernst Göhner Stiftung

Arnold Billwiller Stiftung

Schweizerische Interpretenstiftung

Sophie und Karl Binding Stiftung

Corymbo Stiftung

Familien Vontobel Stiftung

Prodanza Argentinien

KOMPANIE-MITGLIEDER

  • EMILIO DÍAZ ABREGÚ

    EMILIO DÍAZ ABREGÚ

    Künstlerische Leitung / Dramaturgie / Lichtdesign / Performer

    wurde 1982 in Argentinien geboren und begann seine Karriere als Schauspieler an der 'National University of Cordoba'. Gleichzeitig arbeitete er schon immer als Beleuchter. Durch diese Arbeit kam er mit bedeutenden Regisseuren in Kontakt. Am «Colegio Universitario IES 21» studierte er Grafik Design und schloss mit einem Masterprojekt 2010 erfolgreich ab. Im Februar 2011 entwickelte er das Lichtdesign für das Tanzstück «dreiunddreissig» von Exequiel Barreras im Theater St.Gallen. Als Dramaturg ist er bereits seit Jahren festes Mitglied der ROTES VELO. Zur Zeit arbeitet er als Beleuchter und Dramaturg in Argentinien, den Niederlanden und in der Schweiz, sowie als Leiter der Bühnentechniker für «Fuerza Bruta» mit der er regelmässig weltweit auf Tour geht.
  • EMMA SKYLLBÄCK

    EMMA SKYLLBÄCK

    Performerin

    wurde 1984 in Schweden geboren und erhielt ihre erste tänzerische Ausbildung im Rahmen der Tanzförderung der Löftadalens Folkhögskola in Varberg. Von 2005 bis 2006 studierte sie mit einem internationalen Studentenvisum in New York. Emma Skyllbäck schloss ihre Tanzausbildung 2009 an der Iwanson Schule in München ab. Seit der Saison 2009/10 ist Emma Skyllbäck Mitglied der Tanzkompagnie am Theater St.Gallen. Seit 2012 ist sie als Sängerin zu hören und seit 2014 auch mit ihrer eigenen Band the moment yes. 2016 schloss sie die Ausbildung zur Yogalehrerin ab.
  • FLAVIA SOMALVICO

    FLAVIA SOMALVICO

    Kostüme

    wurde 1988 in Chur geboren. Nach dem Gestalterischen Vorkurs in Aarau absolvierte sie eine Lehre als Theatermalerin am Theater St.Gallen. Durch eine Assistenzstelle bei der Kostümbildnerin Filippia Elísdóttir in der Kostümmalerei im Theater St.Gallen, konnte sie wichtige Erfahrungen sammeln. Anschliessend erhielt sie eine Anstellung im Malsaal des Theater Bern. 2011 arbeitete sie das erste Mal mit Exequiel Barreras zusammen für sein Tanzstück dreiunddreissig, darauf folgte die Zusammenarbeit mit der ROTES VELO für diverse Produktionen.
  • HELLA IMMLER

    HELLA IMMLER

    Künstlerische Leitung / Produktionsleitung / Performerin

    wurde 1983 in Massat/Frankreich geboren. Sie studierte Tanz in Berlin und an der Hochschule für Kunst Arnheim, ArtEZ in den Niederlanden. Ab 2008 war sie Ensemblemitglied am Tanztheater Osnabrück und von 2009-14 am Theater St.Gallen. Sie tanzte u.a. für Choreographen wie Anton Lachky, Jossi Berg & Oded Graf, Jozef Frucek & Linda Kapetanea. Sie unterrichtet zeitgenössischen Tanz und gibt regelmässig das Profitraining in St. Gallen, Basel, Dornbirn sowie in Köln und ist Dozentin am Conservatoire de Fribourg. Seit 2009 leitet sie Tanzimprovisationskurse für Menschen ab 50 Jahren. 2011 gründete sie die ROTES VELO Kompanie, mit der sie als Produktionsleiterin und Tänzerin mehrere Produktionen realisierte, sowie den Dokumentarfilm Tanz im Alter produzierte. 2015-17 war sie Gesamtleiterin für das Tanzfest St. Gallen. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin, Projektleiterin und bei der Theodora Stiftung als Kinderspitalclown.
  • TOBIAS SPORI

    TOBIAS SPORI

    Gast-Performer

    wurde 1983 in Zollikofen bei Bern geboren. Er studierte Bühnentanz und Tanzpädagogik an der Iwanson Schule in München und war anschliessend Mitglied der Tanzkompanie des Theaters St. Gallen. Er gründete die Kompanie Panorama Dance Theater.
    PRODUKTIONEN
    Uppercut PIT STOP
  • YANNICK BADIER

    YANNICK BADIER

    Performer

    wurde 1981 in Marseille/Frankreich geboren und erhielt seine Tanzausbildung am Conservatoire de Danse in Avignon. Sein erstes Engagement erhielt er an der Grazer Oper bei Darrel Toulon. Von 2003 bis 2007 tanzte er für die Companya Metros unter der Leitung von Ramon Oller in Barcelona. Als Gasttänzer arbeitete er in Berlin u. a. für Ambra Pittoni, Kojiro Imada und in der Schweiz für Vanessa Lopez und Eugene Rhodes. 2008 und 2009 nahm er unter der Leitung von Jochen Heckmann und Philippe Saire am Coaching Projekt für Choreografen Siwic in Zürich teil. Von 2009 bis 2012 war er Ensemblemitglied der Tanzkompagnie am Theater St. Gallen. Er lebt als freischaffender Tänzer in Basel und beschäftigt sich außerdem intensiv mit Gesang.
  • ZAIDA BALLESTEROS

    ZAIDA BALLESTEROS

    Gast-Performerin

    wurde in Granada geboren. Sie studierte am Conservatorio Profesional de danza de Granada und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. Ihre eigenen choreografischen Tanz- und Videoarbeiten zeigte sie bei verschiedenen Festivals in Deutschland, Spanien und der Schweiz. Sie war als Tänzerin am Theater Osnabrück und anschliessend am Theater St.Gallen tätig. Sie ist nun als freischaffende Tänzerin und Dozentin Europaweit unterwegs.
    PRODUKTIONEN
    Uppercut